Wo sieht Wireless Logic Chancen im M2M-Markt 2016?

Wireless Logic sieht Geschwindigkeit und Beweglichkeit als wichtigste Faktoren, um 2016 M2M/IoT-Chancen nutzen zu können.

Mit 5,5 Millionen Endgeräten, die (laut Gartner Research) im nächsten Jahr täglich Daten austauschen, wird 2016 zu einem Übergangsjahr für den M2M/IoT-Sektor, denn laut Wireless Logic, dem führenden Anbieter von M2M-Managed-Services, wird aus dem Hype alltägliche Realität.

Infolgedessen ergreifen kluge M2M-Anbieter die zahlreichen Gelegenheiten, die ein stärker konsumorientiertes und 4G-fähiges Umfeld bietet, und nutzen gleichzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten und Anwendungen, die den Sektor in das Zentrum der IoT-Innovationen katapultieren.

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Philip Cole, Sales Director und Mitbegründer von Wireless Logic, erwartet ein immenses Marktwachstum über die Basis-Konnektivität hinaus. Möglich wird dies durch Mehrwertdienste wie Standalone-Plattformen, mit denen Kunden ihre M2M-Aktivitäten kostengünstig und leicht zugänglich verwalten können.

Dass allein im letzten Monat bereits 82% seiner Kunden entsprechende Angebote genutzt haben, zeigt die wachsende Nachfrage nach einer Technologieplattform und einer Infrastruktur, die als kompakte und erschwingliche Lösung den schnellen Weg zum Markt ebnen.

Das hochsichere private Netz NetPro – in das Wireless Logic ca. 4 Millionen Euro investiert hat – zeigt beispielhaft, wie Kunden vollumfänglichen Zugang zu einer leistungsfähigen und sicheren Infrastruktur erhalten können, ohne dass unerschwingliche Kosten anfallen.

Von der ersten SIM-Karte bis zum Application Enablement wurde die Komplexität in der Umsetzung beseitigt, um so IoT-Lösungen schnell und flexibel realisieren zu können. Erreicht wird dies durch das Zusammenfassen mehrerer Ebenen der Wertschöpfungskette und über Partnerschaften mit allen wichtigen Mobilfunkbetreibern.

Allerdings warnt Cole, dass diese breite Aufstellung nicht zulasten des Kerngeschäftes des Sektors, d.h. der Konnektivität, gehen darf, vor allem, wenn es um komplexere und geschäftsentscheidende Anwendungen mit hohen Bandbreitenbedarf geht. Bislang macht dieser Bereich etwa 20% der M2M-Aktivitäten aus. Mit derzeit über 2 Millionen aktiven M2M SIM-Karten und einer Vervierfachung der monatlichen Datennutzung der Kunden sind eine robuste Infrastruktur und wasserdichte Backend-Systeme wichtiger denn je.

„Signalstärken von nur einem Balken sind für Kunden nicht mehr interessant; vier oder fünf Balken sind gewünscht“, so Cole. „Die Anforderungen und Erwartungen hinsichtlich der Netzabdeckung sind gestiegen. So erwarten z.B. die Kunden, dass pro Land drei oder vier Netzbetreiber ihre umfangreichen Anwendungen abdecken können. Sowohl von Kundenseite als auch seitens der Netzanbieter besteht somit ein größeres Verständnis hinsichtlich der zugrunde liegenden Infrastruktur-Services.“

Für das kommende Jahr nennt Cole zudem die Flexibilität und den Handlungsspielraum durch den Zugang zu verschiedenen Übertragungsdiensten sowie Optionen wie Low Power Radio-Netz als wichtigste Unterscheidungsmerkmale für M2M-Anbieter. Da mehr Optionen zur Erfüllung unterschiedlicher Anwendungsanforderungen verfügbar sind, wird die Fähigkeit, sich schneller als traditionelle Netzbetreiber an wachsende Ansprüche anzupassen und neue Anwendungen rascher auf den Markt zu bringen, immer wichtiger, zumal die Übertragungsgeschwindigkeiten in den Mobilfunknetzen im nächsten Jahr um das Neunfache steigen dürften.

Er prognostiziert zudem Folgendes: „Nutzerbasierte Fahrzeugversicherungen dürften sich künftig in vielen Ländern explosionsartig entwickeln. Wie wertvoll solche Datendienste sind, hat sich bereits in einigen Ländern gezeigt, denn sie ermöglichen es den Versicherern, detaillierte sekundengenaue Informationen zur Fahrleistung zu sammeln. Visuelle Verifizierung wird an Bedeutung gewinnen, z.B. in Form von Autokameras, so genannten Dashcams, die das Fahrerverhalten unterstützen. Dabei wird das „Pay-as-you-drive“-Prinzip auch auf Nutzfahrzeuge ausgeweitet.“